Was ist Google Shopping?
Google Shopping umfasst die Produktdarstellung von Google. Wer ein Produkt sucht, sieht Angebote mit Foto, Preis und Shop und gelangt per Klick auf die Website des Shops. Verkauft wird also weiterhin im Shop, Google vermittelt die Besuche.
Der Begriff meint in der Praxis zum einen die Fläche, also den Shopping-Tab und die Produktboxen in den Suchergebnissen, und zum anderen die Werbeform der Shopping-Anzeigen in Google Ads. Google Shopping ist außerdem der Name eines Preisvergleichsportals, dazu unten mehr.
Der Shopping-Tab
Der Shopping-Tab ist ein eigener Reiter in der Google-Suche, neben „Alle“ oder „Bilder“. Er zeigt ausschließlich Produkte und ist auch unter google.com/shopping erreichbar. Bezahlte Anzeigen und kostenlose Einträge stehen dort nebeneinander.
Kann man bei Google Shopping direkt kaufen?
In Deutschland kaufen Sie in der Regel im Shop, auf den der Klick führt. Laut Google sollen sich Käufe bei teilnehmenden Händler:innen in den USA über ein neues Bezahlverfahren auch direkt im KI-Modus und in Gemini abschließen lassen. Weitere Länder hat Google angekündigt, Deutschland nennt es dabei nach unserem Stand vom November 2026 nicht.
Für wen lohnt sich Google Shopping?
Laut Google sehen Nutzer:innen schon vor dem Klick Bild, Preis und Shop. Das hilft bei der Vorauswahl, und eine Person kann mehrere Ihrer Produkte sowie zusätzlich eine Textanzeige sehen. Ob sich das für Sie rechnet, hängt von diesen Punkten ab:
- Greifbare Produkte: Google Shopping ist für physische Waren gemacht. Dienstleistungen und einige Warengruppen wie Fahrzeuge oder Finanzprodukte sind laut Google nicht zulässig.
- Passende Preise: Der Preis steht direkt neben dem der Konkurrenz. Wer deutlich teurer ist, muss das in Bild, Titel oder Shop-Angaben begründen.
- Genug Marge je Verkauf: Aus der Marge ergibt sich der Klickpreis, den Sie sich leisten können. Das Rechenbeispiel unten zeigt den Weg.
- Gepflegte Produktdaten: Ohne vollständigen Feed erscheinen Produkte nicht oder zu unpassenden Suchanfragen.
Shopping-Anzeigen und kostenlose Produkteinträge
| Merkmal | Shopping-Anzeigen | Kostenlose Produkteinträge |
|---|---|---|
| Kosten | Bezahlung per Klick | Keine Klickkosten |
| Einrichtung | Merchant Center und Google-Ads-Kampagne | Merchant Center, bei neuen Konten standardmäßig aktiv |
| Flächen | Shopping-Tab, neben den Suchergebnissen, Google Bilder | Shopping-Tab, Google-Suche, Google Bilder und Lens, in einigen Ländern YouTube |
| Steuerung | Budget, Gebote und Kampagnenstruktur | Keine Gebote, Google entscheidet über die Anzeige |
Laut Google-Ads-Hilfe werden Shopping-Anzeigen anhand der Produktdaten ausgeliefert. Keywords buchen Sie dafür nicht, Google ordnet die Produkte passenden Suchanfragen zu.
Kostenlose Produkteinträge setzen voraus, dass Sie die Richtlinien einhalten und Rückgabebedingungen auf der Website und im Merchant Center hinterlegen. Auch die Versandangaben sind in Deutschland laut Google erforderlich. Einen Anspruch auf Ausspielung gibt es nicht. Produkte können außerdem über strukturierte Daten auf Ihrer Produktseite in der Google-Suche auffallen. Mehr dazu unter Schema und strukturierte Daten.
Bei Google Shopping anmelden: So entstehen Einträge und Anzeigen
Eine eigene Anmeldung für Google Shopping gibt es nicht. Sie melden sich beim Merchant Center an. Für kostenlose Einträge genügen die ersten beiden Schritte, Anzeigen brauchen alle vier.
- Merchant Center einrichten: Sie legen ein Konto im Google Merchant Center an und bestätigen Ihren Shop.
- Produktdaten bereitstellen: Im Feed stehen Ihre Produkte mit Attributen wie Titel, Link, Bildlink, Preis und Verfügbarkeit. Dazu kommt, wenn vorhanden, die GTIN. Die Pflege von Titeln und Daten behandelt unsere Seite zur Feed-Optimierung.
- Konten verknüpfen: Sie verbinden das Merchant Center mit Google Ads.
- Kampagne anlegen: In Google Ads erstellen Sie eine Standard-Shopping-Kampagne oder eine Kampagne vom Typ Performance Max. Standard-Shopping läuft in den Shopping-Bereichen der Suche und in Google Bilder. Performance Max nutzt zusätzlich weitere Kanäle.
Google prüft die Produkte im Merchant Center, bevor sie erscheinen. Abgelehnte Produkte und Kontoprobleme sehen Sie dort ebenfalls.
Standard-Shopping oder Performance Max?
| Merkmal | Standard-Shopping | Performance Max |
|---|---|---|
| Flächen | Shopping-Tab, neben den Suchergebnissen, Google Bilder | Zusätzlich unter anderem Displaynetzwerk, YouTube, Gmail und Google Maps |
| Gebote | Auch manuelle CPC-Gebote, Klicks maximieren und Ziel-ROAS | Nur automatische Strategien auf Conversions oder Conversion-Wert |
| Passt für | Volle Kontrolle über Produktgruppen und Gebote, Einstieg mit wenigen Conversion-Daten | Reichweite über alle Kanäle bei belastbarem Conversion-Tracking |
Beide Typen greifen auf dieselben Produktdaten zu. Google empfiehlt, einen Wechsel in einem Test gegen die bestehende Kampagne zu prüfen. Details zum Kampagnentyp stehen unter Performance Max.
Warum Produkte nicht erscheinen
Die Merchant-Center-Hilfe nennt unter anderem diese Gründe:
- Preis oder Verfügbarkeit weichen zwischen Feed und Produktseite ab.
- GTIN oder Marke fehlen, sind ungültig oder passen nicht zusammen.
- Bilder sind Platzhalter, zu klein oder tragen Werbung und Text.
- Die Website nennt Rückgabe oder Versand nicht klar.
- Das Konto ist wegen eines Richtlinienverstoßes gewarnt oder gesperrt.
Wie Sie solche Fehler finden und beheben, erklärt der Artikel zum Google Merchant Center.
Preisvergleichsportale (CSS)
In Deutschland und einer Reihe weiterer europäischer Länder laufen Shopping-Anzeigen über ein Preisvergleichsportal, englisch Comparison Shopping Service oder kurz CSS. Das Portal gibt die Gebote im Namen der Händler:innen ab. Laut Google müssen Händler:innen in diesen Ländern mit mindestens einem Portal zusammenarbeiten, um Shopping-Anzeigen oder Produkteinträge zu platzieren. Mehrere sind möglich.
Google Shopping ist selbst eines dieser Portale. Portale unterscheiden sich nach Spezialisierung, Diensten und Tarifmodell. Auf der Anzeige erscheint der Hinweis „Von“ mit dem Namen des Portals. Das Portal ist unabhängig von der Frage, wer Ihre Kampagnen betreut.
Was Google Shopping kostet
Das Merchant Center ist kostenlos, ebenso die Produkteinträge. Kosten entstehen bei den Anzeigen. Es gilt das Modell Cost-per-Click. Sie zahlen also, wenn jemand auf die Anzeige klickt und auf Ihre Landingpage gelangt.
Wie teuer ein Klick ist, hängt von Gebot, Wettbewerb und Produktdaten ab. Eine feste Preisliste gibt es nicht. Das Budget legen Sie selbst fest. Google Shopping rechnet als Portal in der Regel per Klick ab, mit einer Marge, die im Klickpreis enthalten ist. Andere Portale wählen ihr Abrechnungsmodell frei. Einordnung und Rechenweg stehen im Artikel zu den Google-Ads-Kosten. Ob sich die Ausgaben lohnen, zeigt der ROAS.
Rechenbeispiel: Wie teuer darf ein Klick sein?
Die Werte sind frei gewählt und dienen nicht als Richtgrößen. Setzen Sie Ihre eigenen ein:
| Größe | Beispiel |
|---|---|
| Durchschnittlicher Warenkorb | 80 € |
| Marge vor Werbekosten | 30 %, also 24 € je Verkauf |
| Conversion-Rate im Shop | 2 %, also 1 Verkauf je 50 Klicks |
| Höchster Klickpreis ohne Verlust | 24 € / 50 Klicks = 0,48 € |
Kostet ein Klick im Schnitt mehr, verlieren Sie mit jedem Verkauf Geld, sofern Sie Folgekäufe nicht einrechnen.
