Google Merchant Center 

Google Merchant Center: Konto, Produktdaten und Fehler

Zwei Personen arbeiten an einem Schreibtisch mit Computern in einem modernen Büro.
Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 06.11.2026

Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool, mit dem Sie Ihre Produktdaten bei Google hochladen und verwalten. Von dort aus können Ihre Produkte in der Google-Suche, auf Google Maps und auf YouTube erscheinen, als kostenlose Einträge oder als Anzeigen.

Was ist das Google Merchant Center?

Das Google Merchant Center ist die Schaltstelle für Ihre Produktdaten. Dort hinterlegen Sie Produkte, Versand- und Rückgabebedingungen und steuern, in welchen Programmen Ihre Produkte erscheinen. Die Daten bilden die Grundlage für Google Shopping, also für kostenlose Produkteinträge und Shopping-Anzeigen.

Seit Oktober 2024 arbeiten alle Konten in der Oberfläche, die Google zunächst Merchant Center Next nannte. Die klassische Oberfläche gibt es nicht mehr. In älteren Anleitungen finden Sie deshalb teils andere Menünamen.

Merchant Center einrichten

Sie brauchen ein Google-Konto. Mit einer E-Mail-Adresse lässt sich laut Google nur ein einziges Merchant-Center-Konto anlegen. Ist Ihr Google-Konto bereits mit einem anderen Merchant-Center-Konto verbunden, können Sie laut Google ein neues Google-Konto anlegen. Eine einzelne Person lässt sich als Nutzer:in zu höchstens 100 Merchant-Center-Konten hinzufügen. Danach gehen Sie so vor:

  1. Rufen Sie die Anmeldeseite des Merchant Center auf. Über dieselbe Adresse melden Sie sich später auch an.
  2. Geben Sie Ihre Unternehmensinformationen an, also Shopname und Adresse, und wählen Sie, ob Sie online, im Geschäft oder an beiden Orten verkaufen. Prüfen Sie das Land genau. Google erlaubt keine spätere Änderung des bei der Einrichtung gewählten Landes.
  3. Wählen Sie Zahlungs- und Versandoptionen. Das können Sie später ändern.
  4. Stellen Sie Produktdaten bereit, automatisch aus dem Onlineshop oder per Upload.
  5. Geben Sie an, ob Sie eine Plattform wie Shopify nutzen. Dann lässt sich die Synchronisierung mit dieser Plattform verknüpfen.

Im linken Menü finden Sie die Bereiche „Produkte und Shop“, „Marketing“, „Analytics“ und „Einstellungen“. Kontodaten, Datenquellen und Verknüpfungen liegen in den Einstellungen. Ob Produkteinträge aktiv sind, prüfen Sie unter Marketing, dann Marketingmethoden.

Website bestätigen und beanspruchen

Google unterscheidet zwei Schritte. Beim Bestätigen weisen Sie nach, dass Sie den Shop besitzen. Beim Beanspruchen reservieren Sie die Shop-URL exklusiv für Ihr Konto. Eine URL kann nur ein Konto beanspruchen. Zum Bestätigen öffnen Sie Einstellungen, dann Unternehmensinfo, dann Onlineshop bearbeiten.

Als Methoden nennt Google:

  • Bestätigungscode per E-Mail an eine Adresse, die zum Shop gehört,
  • die Option Ihrer E-Commerce-Plattform,
  • HTML-Tag auf der Startseite oder HTML-Datei auf dem Server,
  • Google Tag Manager mit Administratorrechten auf Kontoebene,
  • Google Analytics mit Administratorrechten für ein verknüpftes Konto.

Ist der Shop bereits in der Google Search Console durch eine:n Nutzer:in Ihres Kontos bestätigt, müssen Sie ihn nicht erneut bestätigen und können direkt beanspruchen.

Produktdaten und Feed

Produkte gelangen über Datenquellen ins Merchant Center. Sie finden sie unter Einstellungen, dann Datenquellen. Ein Feed ist eine solche Quelle in Form einer Datei.

Methode So funktioniert sie Passt für
Automatisch aus dem Onlineshop Google übernimmt die Daten aus den strukturierten Daten Ihrer Website Kleine Sortimente mit gut ausgezeichneten Produktseiten
Datei Upload oder geplanter Abruf von einer URL, standardmäßig alle 24 Stunden Größere Sortimente mit Exporten aus dem Shopsystem
Google Tabellen Pflege in einer Tabelle Überschaubare Sortimente
Merchant API Übertragung per Schnittstelle, Nachfolgerin der Content API for Shopping Häufig wechselnde Preise und Bestände

Pflichtattribute sind laut Produktdatenspezifikation unter anderem ID, Titel, Beschreibung, Link, Bildlink, Verfügbarkeit und Preis. Die Marke ist für alle neuen Produkte außer Filmen, Büchern und Musikaufnahmen erforderlich. Die GTIN ist für alle Produkte mit bekannter GTIN erforderlich, die MPN nur ohne GTIN des Herstellers. Je nach Kategorie kommen weitere Attribute hinzu. Wie Sie Titel und Attribute so gestalten, dass Produkte besser gefunden werden, behandelt unsere Feed-Optimierung.

Attribut Vorgabe Beispiel
id Eindeutige Kennung, bis 50 Zeichen SKU-123
title Bis 150 Zeichen Regenjacke Damen blau Größe M
description Bis 5.000 Zeichen Wasserdichte Regenjacke mit Kapuze
link, image_link Adressen von Produktseite und Hauptbild https://www.example.com/regenjacke
availability in_stock, out_of_stock, preorder oder backorder in_stock
price Zahl mit Punkt und Währungscode, in Deutschland mit Mehrwertsteuer 59.90 EUR

Beispiel: Feed als Textdatei

Eine Datei mit Tabulatoren ist der einfachste Einstieg. Die erste Zeile nennt die Attribute, jede weitere ein Produkt:

id	title	description	link	image_link	availability	price	brand	gtin
SKU-123	Regenjacke Damen blau Größe M	Wasserdichte Regenjacke mit Kapuze	https://www.example.com/regenjacke	https://www.example.com/regenjacke.jpg	in_stock	59.90 EUR	Beispielmarke	4012345678901

Neu seit 2026

Laut Google gibt es seit dem 14. April 2026 die Attribute handling_cutoff_time für die tägliche Bestellfrist, minimum_order_value für den Mindestbestellwert und video_link für Produktvideos. Ab dem 31. Januar 2027 gilt für Produktbilder eine Mindestgröße von 500 × 500 Pixeln, bisher sind es 100 × 100 und bei Bekleidung 250 × 250. Prüfen Sie jetzt, ob im Tab mit den Problemen schon entsprechende Warnungen stehen.

Fehler finden und beheben

Die frühere Diagnose liegt heute auf der Seite Produkte im Tab für offene Probleme. Die deutsche Hilfe nennt ihn teils „Maßnahme erforderlich“, teils „Überprüfung erforderlich“. Er zeigt Probleme auf Konto- und Produktebene. So gehen Sie vor:

  1. Prüfen Sie oben die Karten mit den wichtigsten Problemen und der Zahl betroffener Produkte.
  2. Öffnen Sie die Problemdetails. Dort stehen Ursache, Lösungsschritte und Beispielprodukte.
  3. Korrigieren Sie die Daten in Ihrer Quelle und laden Sie sie neu hoch. Einzelne Produkte lassen sich auch direkt bearbeiten.
  4. Prüfen Sie den Verarbeitungsbericht. In der Datenquelle finden Sie ihn im Tab „Letzte Aktualisierung“. Der Download enthält auch die betroffenen Zeilennummern.

Produkte mit Warnungen erscheinen weiterhin, ihre Leistung kann aber eingeschränkt sein. Abgelehnte Produkte erscheinen nicht. Empfohlene Attributwerte sollten Sie vor dem Annehmen mit Ihrer Landingpage abgleichen, weil sie frühere Änderungen überschreiben, etwa aus einer hochgeladenen Datei.

Häufige Ablehnungsgründe und was hilft

Diese Punkte nennt die Merchant-Center-Hilfe am häufigsten:

Problem Was hilft
Preis oder Verfügbarkeit weichen von der Landingpage ab Feed häufiger aktualisieren und gleiche Werte auf der Seite zeigen. Automatische Artikelupdates verringern das Risiko einer vorbeugenden Ablehnung
GTIN fehlt, ist ungültig oder passt nicht zur Marke Nur gültige GTIN des Herstellers eintragen, im Zweifel das Attribut weglassen
Platzhalter als Marke, etwa „Keine Marke“ Tatsächliche Marke eintragen. Handgefertigte Artikel können als personalisiertes Produkt markiert werden
Platzhalterbild, zu kleines Bild, Logo oder Text im Bild Hauptbild ohne Aufdruck hochladen und die Mindestgröße einhalten
Ungültige Google-Produktkategorie Numerische ID oder vollständigen Pfad eintragen
Übermäßige Großschreibung im Titel Titel in normaler Schreibweise anlegen
Fehlende Pflichtangaben bei Bekleidung Geschlecht, Größe, Farbe und Altersgruppe ergänzen

Warnungen und Sperren

Bei den meisten Richtlinienverstößen schickt Google zuerst eine Warnung per E-Mail mit einer Frist. Bis dahin können Produkte eingeschränkt sichtbar sein, danach kann Google das Konto sperren. Bei schwerwiegenden Verstößen sperrt Google sofort. Ein häufiger Anlass ist die Richtlinie Falschdarstellung, etwa bei falschen Kontaktdaten, verschwiegenen Gesamtkosten oder irreführenden Produktinformationen.

Beantragen Sie eine Überprüfung erst, wenn die Ursache behoben ist, denn nach erfolglosen Anträgen kann eine Wartezeit beginnen. Wie Sie bei einer Warnung oder einer Sperrung Ihres Merchant-Center-Kontos vorgehen und wobei wir helfen, lesen Sie auf unserer Leistungsseite.

Merchant Center mit Google Ads verknüpfen

Für Shopping-Anzeigen verknüpfen Sie das Merchant Center mit Google Ads. Im Merchant Center führt der Weg über Einstellungen, Zugriff und Dienste, Apps und Dienste, Dienst hinzufügen und Google Ads. In Google Ads finden Sie die Verknüpfung über das Werkzeugsymbol unter Data Manager.

  • Für die Anfrage im Merchant Center und die Genehmigung in Google Ads brauchen Sie Administratorzugriff. Sind Sie Administrator:in beider Konten, wird die Verknüpfung automatisch genehmigt.
  • Ein fremdes Google-Ads-Konto verbinden Sie über dessen Kundennummer. Ein:e Administrator:in des Kontos genehmigt die Anfrage dort.
  • Google-Ads-Verwaltungskonten lassen sich nicht mit dem Merchant Center verknüpfen.
  • Prüfen Sie vorher, ob in einem der Konten Richtlinienverstöße auf Kontoebene vorliegen.


 Ihr nächster Schritt 

Sie möchten Ihr Merchant-Center-Konto prüfen oder Ihre Produktdaten verbessern lassen?

Wie wir vorgehen, beschreibt unsere Seite Google Merchant Center. Im Erstgespräch klären wir, was für Ihre Website sinnvoll ist.


Erstgespräch anfragen
 Häufige Fragen 

Google Merchant Center: die wichtigsten Fragen

Was ist das Google Merchant Center?

Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Tool, in dem Sie Produktdaten hochladen und verwalten. Es bildet die Grundlage für kostenlose Produkteinträge und Shopping-Anzeigen.

Kostet das Google Merchant Center etwas?

Nein. Das Tool ist kostenlos. Kosten entstehen erst, wenn Sie Shopping-Anzeigen über Google Ads schalten.

Wie melde ich mich an und richte das Merchant Center ein?

Die Anmeldung läuft über merchants.google.com. Sie legen mit einem Google-Konto ein Merchant-Center-Konto an, geben Unternehmens-, Zahlungs- und Versandinformationen an, bestätigen Ihren Shop und stellen Produktdaten bereit.

Was ist der Unterschied zwischen Warnung und Sperre?

Eine Warnung kündigt eine mögliche Sperre an und nennt eine Frist. Bis dahin können Produkte eingeschränkt sichtbar sein. Eine Sperre stoppt die Ausspielung aller Produkte des Kontos, bis Google sie nach einer Überprüfung aufhebt.

Wo finde ich die Diagnose im Merchant Center?

Die frühere Diagnose liegt heute auf der Seite Produkte im Tab „Maßnahme erforderlich“, der in der Hilfe auch „Überprüfung erforderlich“ heißt.

Weitere Begriffe

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Schreiben Sie uns kurz, worum es geht. Sie sprechen direkt mit Gaspard von Harnier.
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