Google Search Console 

Google Search Console: einrichten, auswerten, Fehler finden

Ein Mann mit Headset arbeitet am Computer, im Hintergrund sitzt eine Frau an einem Tisch.
Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 19.10.2026

Die Google Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google, der zeigt, wie Ihre Website in der Google-Suche abschneidet. Sie sehen, bei welchen Suchanfragen Ihre Seiten erscheinen, wie oft sie angeklickt werden, welche Seiten im Index sind und wo Google auf Probleme stößt. Bis 2015 hieß der Dienst Google Webmaster Tools. Hier lesen Sie, wie Sie sie einrichten und welche Berichte zählen.

Was ist die Google Search Console?

Die Search Console liefert Daten direkt von Google: Klicks und Impressionen aus der Google-Suche, den Indexierungsstatus jeder Seite und Warnungen, wenn Google Indexierungsfehler, Spam oder Sicherheitsprobleme feststellt.

Sie erreichen sie unter search.google.com/search-console. Nötig sind ein Google-Konto und der Nachweis, dass Sie die Website verwalten. Voraussetzung für die Aufnahme bei Google ist sie nicht, sie zeigt Ihnen aber, ob die Aufnahme gelingt.

Search Console einrichten: Property anlegen und bestätigen

Eine Website heißt in der Search Console Property. Beim Anlegen wählen Sie zwischen zwei Typen:

  • Domain-Property: umfasst die ganze Domain mit allen Subdomains und Protokollen, also auch www und http. Sie lässt sich in der Regel nur per DNS-Eintrag beim Domainanbieter bestätigen.
  • URL-Präfix-Property: umfasst nur Adressen, die genau mit dem Präfix beginnen, etwa https://www.example.de/blog/.

Eine URL-Präfix-Property bestätigen Sie per HTML-Datei, HTML-Tag auf der Startseite, Google Analytics, Google Tag Manager oder DNS-Eintrag. In WordPress haben viele SEO-Plugins ein eigenes Feld für das HTML-Tag.

Der Nachweis muss bestehen bleiben, denn Google prüft ihn regelmäßig. Entfernen Sie ihn, verfallen die Rechte nach einer Übergangsfrist. Weitere Personen und Agenturen geben Sie über die Nutzerverwaltung frei, statt Zugangsdaten weiterzugeben.

Leistungsbericht verstehen: Suchanfragen auswerten

Der Leistungsbericht für die Suchergebnisse zeigt vier Kennzahlen:

  • Klicks aus der Google-Suche auf Ihre Website.
  • Impressionen: wie oft Ihre Website in den Suchergebnissen erschienen ist. Bei normalen Ergebnissen zählt sie, sobald das Ergebnis auf der aufgerufenen Ergebnisseite steht, auch ohne Scrollen; in Karussells oder Endlos-Ansichten erst, wenn das Element gescrollt oder aufgeklappt wurde.
  • Klickrate (CTR): Klicks geteilt durch Impressionen.
  • Durchschnittliche Position: Mittelwert der jeweils obersten Position Ihrer Website.

Aufschlüsseln lassen sich die Werte nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten, Darstellung in der Suche und Datum. Die Daten reichen 16 Monate zurück. Ein Filter trennt Suchanfragen mit und ohne Markennamen; Fehlzuordnungen sind laut Google möglich. Klicks und Impressionen aus AI Overviews und dem AI Mode sind enthalten.

Seltene Suchanfragen blendet Google zum Schutz der Privatsphäre aus; sie zählen in der Summe mit, fehlen aber in der Tabelle. Die Tabelle zeigt nicht alle Zeilen; vollständigere Daten liefern die Programmierschnittstelle und der Bulk-Datenexport. Ein typischer Fund: Seiten mit vielen Impressionen und Positionen knapp hinter den ersten Ergebnissen, aber wenigen Klicks. Dort lohnt es sich, Titel, Beschreibung und Inhalt auf die gefundenen Suchanfragen auszurichten.

Indexierung prüfen: Seitenindexierung, URL-Prüfung, Sitemaps

Ob Ihre Seiten im Google-Index sind, zeigt der Bericht Seitenindexierung mit dem Grund für jede nicht indexierte Gruppe. Nicht jeder Grund ist ein Fehler, wie die Search-Console-Hilfe erklärt:

  • Seite mit Weiterleitung: Die Adresse leitet weiter, etwa per 301-Weiterleitung, und wird deshalb nicht selbst indexiert. Das ist kein Fehler, solange das Ziel im Index ist.
  • URL als „noindex“ markiert: gewollt bei Warenkorb oder Danke-Seiten, ein Problem bei wichtigen Seiten.
  • Soft 404: Die Seite meldet sich als vorhanden, wirkt auf Google aber wie eine Fehlerseite.
  • Gecrawlt und „zurzeit nicht indexiert“: Google hat die Seite abgerufen, aber nicht aufgenommen. Erneutes Einreichen ist laut Google nicht nötig.

Einzelne Adressen prüfen Sie mit der URL-Prüfung: Stand im Index, von Google gewählte kanonische URL und im Live-Test die aktuelle Fassung. Über „Indexierung beantragen“ bitten Sie Google, eine Seite neu zu crawlen. Die Anträge pro Tag sind begrenzt, eine Aufnahme ist nicht garantiert. Für viele Seiten ist eine XML-Sitemap der bessere Weg, die Sie im Bericht Sitemaps einreichen. Behobene Fehler lassen Sie im Indexierungsbericht validieren. Die Überprüfung dauert laut Google in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal deutlich länger.

KI-Bericht, Insights und weitere Berichte

  • Generative KI: Seit dem 31. August 2026 zeigt ein eigener Bericht weltweit, wie oft Links zu Ihrer Website in AI Overviews und im AI Mode erschienen, nach Seiten, Ländern, Geräten und Datum. Er weist nur Impressionen aus, keine Klicks und keine Suchanfragen. Details in unserem Beitrag Search Console zeigt KI-Sichtbarkeit.
  • KI-Einstellung: In den Einstellungen lässt sich die Website von AI Overviews, dem AI Mode und KI-Funktionen in Discover ausschließen. Das normale Ranking bleibt laut Google unberührt, die Besucher aus diesen Funktionen fallen weg.
  • Insights: Übersicht mit starken und aufsteigenden Seiten und Suchanfragen, Ländern sowie Markenanfragen. Sie ersetzt das frühere eigenständige Search Console Insights und wird schrittweise eingeführt.
  • Core Web Vitals: Ladezeit, Reaktionszeit und Layoutstabilität aus echten Chrome-Nutzerdaten, getrennt nach Mobil und Desktop.
  • Links: Stichprobe der externen und internen Links.
  • Crawling-Statistiken (unter Einstellungen): wie oft Googlebot Ihre Website abruft und wie der Server antwortet.
  • Manuelle Maßnahmen und Sicherheitsprobleme: Verstöße gegen die Spam-Richtlinien und gehackte Inhalte.

Was die Search Console nicht kann

Die Search Console zeigt nur Ihre eigenen Properties und nur Google. Es fehlen:

  • Rankings und Daten von Wettbewerbern,
  • Suchvolumen für Begriffe, bei denen Ihre Website noch nicht erscheint,
  • das Verhalten nach dem Klick, also Anfragen oder Käufe. Das zeigt Google Analytics, das sich mit der Search Console verknüpfen lässt,
  • Daten aus Bing; dafür gibt es die Bing Webmaster Tools.

Für Indexierung, technische Fehler und eigene Suchanfragen ist sie die verlässlichste Quelle. Für Wettbewerbsvergleiche und Keyword-Recherche brauchen Sie zusätzlich ein SEO-Tool. Für Berichte lässt sie sich in Data Studio (früher Looker Studio) einbinden. In einer SEO-Analyse verbinden wir die Daten aus allen Quellen.

Sie möchten die Search Console sauber einrichten oder Ihre Daten auswerten lassen? Dann kontaktieren Sie uns gerne oder lesen Sie mehr über unsere SEO-Analyse und Audits!

 Häufige Fragen 

Google Search Console: die wichtigsten Fragen

Ist die Google Search Console kostenlos?

Ja. Google bietet die Search Console kostenlos an. Sie brauchen nur ein Google-Konto und den Nachweis, dass Sie die Website verwalten.

Was bedeutet „Seite mit Weiterleitung“ in der Search Console?

Die Adresse leitet auf eine andere Seite weiter und wird deshalb nicht selbst indexiert. Das ist kein Fehler. Prüfen Sie mit der URL-Prüfung, ob das Weiterleitungsziel im Index ist, und entfernen Sie weitergeleitete Adressen aus Sitemap und interner Verlinkung.

Wie lange speichert die Search Console Daten?

Die Leistungsberichte reichen 16 Monate zurück. Ältere Daten sichern Sie regelmäßig über die Programmierschnittstelle oder den Bulk-Datenexport.

Was ist der Unterschied zwischen Search Console und Google Analytics?

Die Search Console zeigt, was vor dem Klick passiert: Suchanfragen, Impressionen, Klicks und Indexierung. Google Analytics zeigt, was Besucher danach auf Ihrer Website tun.

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