Statuscodes 

HTTP-Statuscodes: Was die Antwort des Servers bedeutet

Agenturmitarbeiter analysieren Daten
Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 02.10.2026

Ein HTTP-Statuscode ist die dreistellige Zahl, mit der ein Server auf jede Anfrage antwortet. Er sagt dem Browser und den Suchmaschinen, ob eine Seite ausgeliefert, weitergeleitet oder nicht gefunden wurde. Für SEO sind vor allem 200, 301, 404, 410 und 503 wichtig. Hier lesen Sie, was die Codes bedeuten und wie Google damit umgeht.

Was ist ein HTTP-Statuscode?

Jedes Mal, wenn ein Browser oder ein Crawler eine Adresse aufruft, antwortet der Server zuerst mit einem Statuscode. Die erste Ziffer zeigt die Kategorie:

  • 2xx: Die Anfrage war erfolgreich.
  • 3xx: Meist leitet die Adresse auf eine andere weiter.
  • 4xx: Der Fehler liegt bei der Anfrage, zum Beispiel weil es die Seite nicht gibt.
  • 5xx: Der Fehler liegt beim Server.

Besucher sehen den Code nur bei Fehlern. Suchmaschinen werten ihn bei jedem Abruf aus und entscheiden danach, ob eine Seite im Index bleibt.

200 und die Weiterleitungen 301, 302, 307 und 308

200 (OK) ist der Normalfall: Die Seite wird ausgeliefert. Google gibt den Inhalt an die nächste Verarbeitungsstufe weiter. Eine Garantie für die Indexierung ist das nicht.

Bei Weiterleitungen kommt es auf die Art an:

  • 301 und 308 (dauerhaft): Die Adresse ist endgültig umgezogen. Google wertet das laut eigener Dokumentation als starkes Signal, dass das Ziel die maßgebliche Adresse ist. Das ist die richtige Wahl bei einem Relaunch.
  • 302 und 307 (vorübergehend): Die Adresse leitet nur zeitweise um. Google wertet das als schwaches Signal und behält meist die ursprüngliche Adresse im Index.

Google folgt bis zu zehn Weiterleitungen hintereinander. Jede Station kostet aber Ladezeit, deshalb sollte eine Weiterleitung direkt auf das Ziel zeigen.

404 und 410: Seite nicht gefunden oder entfernt

404 (Not Found) bedeutet, dass es unter der Adresse keine Seite gibt. 410 (Gone) sagt ausdrücklich, dass die Seite dauerhaft entfernt wurde. Für Google macht das kaum einen Unterschied: Beide Codes teilen mit, dass der Inhalt nicht existiert. Bereits indexierte Adressen werden aus dem Index entfernt. Auf die Crawling-Geschwindigkeit haben sie keinen Einfluss.

Ein 404 ist kein Fehler, den man um jeden Preis vermeiden muss. Wenn ein Inhalt ersatzlos entfällt, ist 404 oder 410 die ehrliche Antwort. Problematisch wird es, wenn Seiten mit Rankings, Besuchern oder Backlinks einen 404 liefern, etwa nach einem Relaunch. Dann ist eine 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite nötig. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Typische Fehler beim Relaunch einer Website.

Soft 404: wenn die Fehlerseite „OK“ sagt

Von einem Soft 404 spricht Google, wenn eine Seite den Statuscode 200 liefert oder dorthin weiterleitet, ihr Inhalt aber nach einer Fehlerseite aussieht. Typische Auslöser:

  • Die Fehlerseite des Systems antwortet mit 200 statt mit 404.
  • Viele alte Adressen werden pauschal auf die Startseite weitergeleitet.
  • Kategorie- oder Suchergebnisseiten sind leer.

Solche Seiten nimmt Google nicht in den Index auf und meldet sie in der Google Search Console. Die Lösung ist ein ehrlicher Statuscode: 404 oder 410 für entfallene Inhalte, eine 301-Weiterleitung nur dort, wo es ein passendes Ziel gibt.

403, 429 und die Serverfehler 500, 503 und 504

  • 403 (Forbidden): Der Zugriff ist nicht erlaubt. Liefert eine Firewall diesen Code an Crawler aus, behandelt Google die Seite wie eine nicht vorhandene.
  • 429 (Too Many Requests): Der Server meldet zu viele Anfragen. Google wertet das wie einen Serverfehler und crawlt langsamer.
  • 500 (Internal Server Error): Ein allgemeiner Fehler auf dem Server.
  • 503 (Service Unavailable): Der Server ist vorübergehend nicht erreichbar. Das ist der richtige Code für Wartungsarbeiten.
  • 504 (Gateway Timeout): Ein vorgeschalteter Server hat nicht rechtzeitig eine Antwort erhalten, oft wegen Überlastung.

Bei Serverfehlern verlangsamt Google das Crawling. Bereits indexierte Seiten bleiben zunächst im Index, fallen aber heraus, wenn der Fehler anhält. Ein kurzer Ausfall schadet nicht, tagelange Fehler schon.

Statuscodes prüfen

Für einzelne Adressen genügen die Entwicklerwerkzeuge des Browsers oder die URL-Prüfung der Search Console. Für viele Adressen auf einmal, etwa alle alten URLs nach einem Relaunch, eignet sich unser HTTP-Statuscode-Checker. Er zeigt auch Weiterleitungsketten. Welche Seiten Google mit Fehlern abgerufen hat, steht im Bericht zur Seitenindexierung der Search Console.

Ihre Website liefert Fehlerseiten oder Weiterleitungsketten und Sie brauchen Unterstützung? Dann kontaktieren Sie uns gerne oder lesen Sie mehr über unser technisches SEO!

 Häufige Fragen 

Statuscodes: die wichtigsten Fragen

Was ist der Unterschied zwischen 404 und 410?

404 bedeutet, dass die Seite nicht gefunden wurde. 410 bedeutet, dass sie dauerhaft entfernt wurde. Google behandelt beide Codes laut eigener Dokumentation gleich und entfernt die Adresse aus dem Index.

Schaden 404-Fehler dem Ranking?

Nicht grundsätzlich. Fehlerseiten für Inhalte, die es nicht mehr gibt, sind normal. Schädlich sind 404-Fehler auf Seiten, die Rankings, Besucher oder Backlinks hatten. Diese sollten auf eine passende Seite weitergeleitet werden.

Welchen Statuscode nutze ich bei Wartungsarbeiten?

503. Er zeigt Suchmaschinen, dass die Seite nur vorübergehend nicht erreichbar ist. Hält der Zustand länger an, entfernt Google die Seiten allerdings aus dem Index.

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