Fehlende, falsche oder verkettete Weiterleitungen
Der Klassiker. Die Wichtigkeit korrekter Weiterleitungen bei geänderter URL-Struktur sollte allgemein bekannt sein. Trotzdem ist es überraschend, wie häufig sie vernachlässigt werden. Bei einem Staging-Check im Jahr 2026 fehlte für 92 alte URLs ein Ziel. Die Seiten hätten nach dem Livegang einen 404-Fehler geliefert.
Ändert sich die URL-Struktur nicht, sind keine Weiterleitungen nötig. Ändert sie sich, empfehlen wir diese Schritte:
- Alle alten URLs erfassen: Führen Sie die Quellen zusammen: Crawl der alten Website, Seiten aus der Google Search Console, Webanalyse, rankende URLs aus SISTRIX oder einem vergleichbaren Tool und alle URLs mit Backlinks. Entfernen Sie die Duplikate.
- URLs bewerten: Traffic, Rankings und Links zeigen, welche Seiten den Relaunch unbedingt überstehen müssen. Findet eine starke Seite keine Entsprechung in der neuen Struktur, sollte der Inhalt übernommen werden.
- Regeln vor Einzelzuordnung: Prüfen Sie, welche Weiterleitungen sich über Regeln lösen lassen. Wird aus /unsere-leistungen/ nach dem Relaunch /leistungen/, genügt dafür eine Zeile mit einem regulären Ausdruck. Regeln sind einer Redirect-Matrix grundsätzlich vorzuziehen, weil sie Fehler vermeiden und die Konfiguration schlank halten.
- Matrix für den Rest: Für alle URLs, die keine Regel abdeckt, entsteht eine 1:1-Zuordnungstabelle.
- Dauerhaft und direkt weiterleiten: Google empfiehlt in seiner Anleitung für Website-Umzüge dauerhafte Weiterleitungen mit dem Statuscode 301 oder 308. Der Googlebot folgt zwar bis zu zehn Weiterleitungen hintereinander, Google rät aber zur direkten Weiterleitung auf das Ziel und zu höchstens drei Stationen.
- Lange genug bestehen lassen: Laut Google sollten Weiterleitungen so lange wie möglich aktiv bleiben, in der Regel mindestens ein Jahr.
Qualitätskontrolle ist wichtig! Testen Sie vor und nach dem Livegang jede alte URL. Ein gutes Werkzeug für die Massenprüfung ist unser HTTP-Statuscode-Checker.
