Klickrate 

Click-Through-Rate (CTR)

Zwei Frauen lächeln und arbeiten an einem Laptop in einem Büro.
Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 12.04.2025

Die CTR zeigt das Verhältnis zwischen den Impressions einer Anzeige und den erzielten Klicks, wobei sie in verschiedenen Marketing-Kanälen – wie SEO, SEA, Affiliate-Marketing und anderen – unterschiedlich bewertet wird.

Was ist die Click-Through-Rate (CTR)?

Die Click-Through-Rate (auch als CTR oder Klickrate bekannt) beschreibt das Verhältnis der erzielten Klicks zu den Sichtkontakten (Impressions) eines Werbemittels in Prozent. Diese Zahl gibt also das Verhältnis an, wie viele Personen eine Anzeige nicht nur gesehen, sondern diese tatsächlich auch angeklickt haben. Die CTR gilt im Online-Marketing als wichtiger Indikator dafür, ob eine Werbemaßnahme erfolgreich war oder nicht. Sie spielt aber auch in den organischen Suchergebnissen der SEO eine wichtige Rolle, da sie dort das Ranking beeinflussen kann.

Berechnung der Klickrate

Die Click-Through-Rate kann anhand einer mathematischen Formel ganz einfach berechnet werden:

CTR = Anzahl der Klicks / Anzahl der Impressions * 100

Wird eine Werbeanzeige beispielsweise 1.000 Mal eingeblendet und klicken infolgedessen 40 User darauf, so ergibt sich eine Klickrate von 4 Prozent.

CTR Rechner

Lassen Sie sich hier die Click-Through-Rate (CTR) ganz einfach berechnen. Geben Sie dafür bei „Klicks“ die Gesamtanzahl der Klicks auf Ihre Anzeige und bei „Impressionen“ die Gesamtanzahl der Anzeigeimpressionen an. Die CTR wird daraus automatisch ermittelt.

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CTR im Online-Marketing – Bewertung & Einordnung

Die Click Through Rate ist in der bezahlten Suchmaschinenwerbung anders zu bewerten als beispielsweise im Affiliate-Marketing, im SEO oder anderen Online-Marketing-Kanälen. Und es kommt auch immer darauf an, wo genau die CTR gemessen wird.

CTR im SEO – Ein Beispiel

Die Klickrate in der Suchmaschinenoptimierung kann durchaus auf das Ranking einer Webseite (URL) einzahlen. Hierzu muss man wissen, dass Google die Klickrate in den organischen Suchergebnissen misst. Also wenn eine Webseite für eine User-Suchanfrage als Snippet auf der Suchergebnisseite (SERP) ausgespielt wird, dann erfasst die Suchmaschine dies als sogenannte Impression. Dazu zählt Google zusätzlich die Klicks und bewertet anhand der CTR dann die Relevanz des Suchergebnisses (also der organischen Anzeige und noch nicht die der dahinterliegenden Landingpage).

Ist diese (in Googles „Augen“) im Vergleich zu ähnlichen Suchergebnissen niedrig, dann kann das Snippet auf längere Sicht schlechter gerankt werden und erhält somit weniger Impressions und noch weniger Klicks. Im SEO ist hier der erste Optimierungsansatz (Quick Win), Seitentitel und Seitenbeschreibung zu optimieren, denn daraus setzt sich das Snippet im Idealfall zusammen.

Die Klickrate auf den jeweiligen URLs der Domain steht dann mit Absprungquote und Ausstiegsquote im Zusammenhang. Kehren Nutzer:innen nach dem Klick schnell zur Suchergebnisseite zurück, kann die Suchmaschine das ebenfalls erfassen. Dass Google solche Klicksignale für das Ranking nutzt, ist seit dem US-Kartellverfahren 2023 belegt (System „Navboost“). Die Absprungrate aus Google Analytics fließt dagegen nicht ein.

Bei den Ausstiegen, die nicht aus direkten Bounces rühren, ist das der Suchmaschine nicht mehr möglich. Dennoch ist es auch innerhalb des SEO (so wie bei allen Online-Marketing-Kanälen) ärgerlich, weil hier unter anderem eine mögliche Conversion verhindert wird.

Klickraten im SEA – Ein Beispiel

Man könnte ja sagen, wenn man im SEA keine Klicks auf die Anzeigen erhält, dann wird man auch weniger bezahlen müssen. Denn nur der Klick kostet Geld (CPC). Dem ist auch so, dennoch ist das zu kurz gedacht, denn Ihre Klickpreise können bei Google Ads oder Microsoft Advertising Zug um Zug ansteigen, da die Anzeige als weniger relevant (Quality Score) angesehen wird.

Nicht ausreichende Relevanz kann man in diesem Kanal nur mit höherem Budget kompensieren. Der „Return on investment“ (ROI) bzw. die Kosten-Umsatz-Relation (KUR) werden in dem Online-Marketing-Kanal also deutlich schlechter ausfallen und die Margen werden zunehmend schmelzen. Sprich: „Es bleibt weniger kleben“.

Klickt der User aber doch, dann kommen wieder – wie weiter oben im Beispiel SEO – die Absprünge und die Ausstiege ins Spiel.

Bei den Absprüngen (Bounces) verhält es sich ebenso wie im SEO. Je stärker die User „bouncen“, also abprallen, desto mehr Geld gibt man aus, da nun ja der Klickpreis fällig wird. Die Suchmaschine kann diese Bounces mitbekommen und die Landingpage für weniger relevant halten. Folge: Auch so können Klickpreise (CPC) steigen, da die Relevanz fällt.

Und wenn es keine Absprünge sind, dann können die Ausstiege die Kosten steigern. Da auch hier eine Konversion unmöglich gemacht wird.

Die Beispiele könnten für alle infrage kommenden Kanäle beliebig erweitert werden. Man sollte in jedem Fall immer dafür Sorge tragen, dass das Verhältnis zwischen Impressions und Klick gesteigert wird. Optimieren, testen, optimieren … wie immer im Online-Marketing.

Was ist eine gute Click-Through-Rate?

Sie werden sehen, dass jeder Online-Marketing-Kanal unterschiedliche CTRs aufweist, so wie alle Eckwerte immer kanalspezifisch sind. Darum ist zumindest übergreifend keine pauschale Antwort möglich.

Aber auch für beispielsweise Affiliate-Marketing oder andere Kanäle ist hier keine pauschale Aussage zu tätigen. Das hängt von den Branchen, vom Sortiment, vom Optimierungsgrad und von Sortimentsgestaltung (im E-Commerce) bzw. Preisgestaltung ab. Auf einer Anzeige im Affiliate, wo ein Produkt beworben wird, welches einen überdurchschnittlichen oder durchschnittlichen Preis hat, wird die CTR geringer ausfallen. Doch selbst wenn Sie Dumping-Preise anbieten, kann die CTR schlechter ausfallen, weil Mitbewerber bessere Angebote (Bundles) haben oder mehr Markenbekanntheit genießen oder bessere Zahlungsmöglichkeiten haben oder, oder, oder …

Es ist schlicht unmöglich zu sagen, was eine gute und was eine schlechte Klickrate ist. Sicher ist nur, dass Null schlecht und 100% nicht zu überbieten ist. Dazwischen ist immer Optimierungspotenzial.

Lassen Sie sich also nicht irritieren, wenn man Ihnen Ziel-CTRs nennt. Sicher scheint aufgrund unserer Erfahrung zu sein, dass eine CTR über 3 bis 4% durchaus respektabel und eine über 20% schon astronomisch sein kann. Doch auch darauf kann man sich kaum verlassen. – Also tun Sie es gar nicht.

Wenn ein seriöser Online-Marketing-Profi sich mit Ihrer Webseite umfassend auseinandersetzt, dann wird sie oder er Ihnen bald wahrscheinliche realistische Spielräume sagen können. Abhängig von Ihren Werbemaßnahmen, vom Optimierungsgrad, vom Wettbewerb, von der Branche etc.

Sie wollen Ihre Click-Through-Rate verbessern und brauchen Unterstützung? Dann kontaktieren Sie uns gerne! Sie wollen mehr erfahren oder Ihr Team zu diesem Thema schulen lassen? Dann schauen Sie mal bei unseren SEO-Seminaren vorbei.

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