Absprungquote

Was ist die Absprungquote im Online Marketing?

Im Gegensatz zur Ausstiegsquote beschreibt die Absprungquote die Menge derer, die nur eine URL ohne weitere Interaktion besuchen und dann wieder „verschwinden“.

Beispiel für einen Absprung (Bounce):

Der User kommt von der Suchmaschine auf eine URL eines Shops und verlässt diese URL ohne weitere URLs besucht zu haben = Absprung.

Im Englischen spricht man hier auch häufig von „Bounces“, also „Abprallern“. Das macht das Bild noch deutlicher.

Wie bewertet man Bounces/Absprünge?

Zunächst einmal muss man sagen, dass Absprünge im Tracking-Tool (beispielsweise Google Analytics) keine Time on Site hinterlassen. Da eine zweite Aktion nach dem Seitenaufruf nicht auftritt und somit an das Tracking übermittelt werden kann, kann auch keine Messung erfolgen. Es gibt technisch gesehen nur einen Startpunkt und kein messbares Ende des Besuchs/Seitenaufrufs.

Vor allem Blogs und Online-Magazine tricksen hier mit der Aufteilung eines Textes in zwei oder mehr Teile. Vor allem weil sie wissen, dass häufig nach dem Lesen des betreffenden Artikels das erste Informationsbedürfnis gestillt ist. Die Interne Verlinkung kann hier durchaus ein erfolgversprechender Optimierungsansatz sein.

Wie bei den Ausstiegsseiten dargestellt, sollte auch hier genauer analysiert werden. Sind Bounces vermehrt auf Aktionsseiten, Produktseiten oder Verteilerseiten festzustellen? Dies kann durchaus sehr aufschlussreich sein. Da es ggf. an der Gestaltung des Inhalts, des Layouts oder an einer mangelhaften Bedienfreundlichkeit des Templates liegen kann.

Auch Bounces können Sie unglaublich teuer zu stehen kommen.

Nehmen Sie beispielsweise an, Sie bewerben mithilfe von bezahlter Suchmaschinenwerbung (SEA) Produkte bei sich im Shop. Und dann sehen Sie, dass die Absprünge auf diesen Seiten signifikant höher als auf den anderen Seiten liegen. Dann wird hier Geld vergeudet. Sie zahlen ja an die Suchmaschine pro Klick – und je nach Sortiment bzw. Saison durchaus hohe Beträge. Und dennoch konvertieren die Seitenbesucher nicht.

Ein anderes Beispiel könnte sein, dass Sie einen durchaus tollen Blog zu einem Thema betreiben. Sie haben alles daran gesetzt in den Suchmaschinen richtig gut gefunden zu werden (SEO) und dies auch geschafft. Nun möchten Sie mithilfe des Affiliate Marketings Ihren Suchmaschinenerfolg auch „versilbern“. Sie können aber niemandem eine Aussage darüber abgeben, wie gut Ihre Seiten performen, da Sie eigenartigerweise nur Bounces zu verzeichnen haben.

Hintergrund kann sein, dass Sie zum einen mit Ihren Blog-Posts das Wissensbedürfnis Ihrer Seitenbesucher mit einem Schlag befriedigen. Aber es kann auch – und das ist viel wahrscheinlicher – sein, dass Sie „vergessen“ haben auf den einzelnen Blog-Posts auf verwandte Themen und andere Themen zu verweisen. Sprich: Ihre Besucherinnen und Besucher haben gar keine Möglichkeit mit Ihrer Webseite weiter zu interagieren. – Die Optimierungsempfehlung kann hier nur lauten – setzen Sie mehr interne Links und machen Ihre User auf andere, verwandte Inhalte aufmerksam und neugierig. Die Bounce-Quote wird in diesem Fall stark sinken – Wetten?

Was ist eine gute Absprungrate?

Wie bei allen Online Marketing-Eckwerten werden wir als Agentur häufig auch hier gefragt, was gut, was schlecht und was der zumutbare Durchschnitt ist.

Und auch hier kann man keine pauschale Antwort liefern. Sicher, eine Absprungquote von Null Prozent ist natürlich das Optimum. Aber Sie werden so gut wissen wie wir, dass dies nicht realistisch erreichbar ist. Die Fragen, die man uns stellt, wollen eher die Schmerzgrenze ausloten. Und wir antworten in diesem Fall immer: „The sky is the limit“ – Optimieren Sie auf die Null, auch wenn sie unerreichbar sein wird. Manchmal können kleine Schritte bei solchen Optimierungen an anderer Stelle enorme Erfolge aufweisen.

Sie optimieren Ihre Bounce-Quote für Produktseiten von XYZ Prozent um einen winzigen Schritt (also wenige Prozentpunkte) nach unten. Und mit einem Mal kann durchaus die Conversion Rate und damit sehr wahrscheinlich auch der Umsatz steigen, ohne dass Sie auch nur ein Millimeter mehr an Traffic zu verbuchen haben. Bäääm!

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