Wozu eine Suchwortanalyse dient
Unternehmen beschreiben ihr Angebot oft anders, als Kunden danach suchen. Ein Hersteller spricht von Sonnenschutzsystemen, gesucht wird nach Rollladen und Markise. Die Suchwortanalyse schließt diese Lücke. Sie ist die Grundlage für die Struktur einer neuen Website, für einen Relaunch, für einen Redaktionsplan und für Anzeigen in der Suche.
Ein Keyword ist dabei mehr als ein Wort mit Suchvolumen. Es steht für eine Frage oder ein Anliegen. Wer „Rollladen nachrüsten Kosten“ sucht, will etwas anderes als jemand, der „Rollladen“ eingibt.
Vorgehen in sechs Schritten
- Themen sammeln: Ausgangspunkt sind Angebot, Produkte und die Fragen, die Vertrieb und Kundenservice täglich hören. Die Search Console zeigt, für welche Suchanfragen die Website schon erscheint.
- Begriffe erweitern: Mit dem Keyword-Planer von Google Ads, SEO-Werkzeugen wie SISTRIX, den Suchvorschlägen und den Fragen unter „Ähnliche Fragen“ kommen Varianten, Synonyme und Long-Tail-Keywords dazu.
- Suchintention prüfen: Für die wichtigen Begriffe sehen Sie sich das Suchergebnis an. Zeigt Google Ratgeber, Produktseiten, Händlerlisten oder eine Übersicht mit KI? Daran erkennen Sie die Suchintention und den passenden Seitentyp.
- Bewerten: Suchvolumen, Wettbewerb und vor allem Nutzen für das Geschäft. Ein Begriff mit 50 Suchen im Monat kann wertvoller sein als einer mit 5.000, wenn er direkt zu Anfragen führt.
- Gruppieren und zuordnen: Begriffe mit derselben Absicht gehören auf eine Seite. Jedes Thema bekommt genau eine Seite, sonst konkurrieren Ihre eigenen Seiten miteinander. Zu jedem Thema wird festgelegt, ob eine bestehende Seite ausgebaut oder eine neue geschrieben wird.
- Umsetzen und messen: Aus der Zuordnung entsteht der Redaktionsplan. Ob die Seiten wirken, zeigen Impressionen, Klicks und Positionen in der Search Console, gemessen an den Werten vor dem Start.
Grenzen der Daten
Suchvolumen sind Schätzungen. Der Keyword-Planer von Google Ads zeigt bei Konten ohne oder mit geringen Werbeausgaben oft nur Spannen, etwa 100 bis 1.000, und SEO-Werkzeuge rechnen mit eigenen Modellen. Saisonale Begriffe schwanken stark über das Jahr. Für neue Themen gibt es oft noch gar keine Daten.
Zahlen sind deshalb ein Hinweis, keine Vorgabe. Was Kunden im Gespräch fragen, was in Anfragen steht und welche Suchanfragen die Search Console für Ihre Seiten zeigt, ist oft aufschlussreicher als jede Volumenangabe.
Suchwortanalyse und KI-Suche
In KI-Assistenten und im KI-Modus von Google stellen Menschen längere Fragen mit Bedingungen, etwa „Welcher Sonnenschutz eignet sich für ein Dachfenster nach Süden und was kostet er?“. Solche Fragen tauchen in klassischen Keyword-Daten kaum auf. Sie finden sie in Kundengesprächen, in den Fragen unter „Ähnliche Fragen“ und in den Suchanfragen der Search Console mit vielen Wörtern.
Für die Planung heißt das: Neben dem Hauptbegriff einer Seite gehören die typischen Folgefragen dazu, etwa zu Kosten, Voraussetzungen und Unterschieden. Mehr dazu unter KI-Sichtbarkeit.
Was keine Rolle spielt
Eine bestimmte Keyworddichte ist kein Ziel. Begriffe unnatürlich oft zu wiederholen, zählt laut den Spam-Richtlinien von Google als Keyword-Stuffing. Ein Text, der die Frage vollständig beantwortet, enthält die wichtigen Begriffe und ihre Varianten von selbst.
Sie möchten wissen, wonach Ihre Kunden suchen und welche Seiten Ihnen fehlen? Dann kontaktieren Sie uns gerne oder lesen Sie mehr über unsere Keyword-Analyse und Content-Strategie!
