Was ist Keyword-Stuffing?
Google beschreibt Keyword-Stuffing in seinen Spam-Richtlinien als das Füllen einer Seite mit Keywords oder Zahlen, um die Rankings in der Google-Suche zu manipulieren. Das Wort „Stuffing“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „vollstopfen“.
Der Gedanke dahinter stammt aus der Frühzeit der Suchmaschinen: Wer ein Keyword besonders oft verwendete, wurde dafür eher gefunden. Heute erkennen Suchmaschinen Themen, Synonyme und Zusammenhänge. Häufung allein bringt nichts mehr, sie schadet.
Typische Beispiele
Google nennt in den Richtlinien drei Beispiele:
- Listen von Telefonnummern ohne erkennbaren Mehrwert für die Besucher.
- Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Seite ranken soll, ohne dass es zu den Orten echte Inhalte gibt.
- Wiederholte Wörter und Wortgruppen, die so oft vorkommen, dass der Text unnatürlich klingt.
Aus der Praxis kommen weitere Formen hinzu: Keywords in versteckten Texten oder in der Hintergrundfarbe, lange Keyword-Listen im Seitenfuß, überladene Alt-Texte und Titel, die nur aus aneinandergereihten Suchbegriffen bestehen. Versteckter Text ist nach den Richtlinien ein eigener Verstoß.
Warum schadet Keyword-Stuffing?
Google erkennt Verstöße gegen die Spam-Richtlinien mit automatischen Systemen und bei Bedarf durch Prüfer, die eine manuelle Maßnahme verhängen können. Betroffene Seiten oder ganze Websites ranken danach schlechter oder erscheinen gar nicht mehr in den Ergebnissen.
Mindestens genauso wichtig ist die Wirkung auf die Menschen, die den Text lesen. Ein überladener Text wirkt unseriös. Interessenten springen ab, statt anzufragen oder zu kaufen. Eine hohe Absprungquote ist oft die Folge.
Keyword-Stuffing erkennen
Drei einfache Prüfungen helfen:
- Laut lesen: Klingt ein Satz so, wie man ihn einem Kunden sagen würde? Wenn nicht, ist das Keyword zu oft oder an der falschen Stelle eingebaut.
- Keyworddichte messen: Unser Keyworddichte-Rechner zeigt, wie oft ein Begriff im Verhältnis zur Textlänge vorkommt. Eine ideale Zahl gibt es nicht, auffällig hohe Werte sind aber ein Warnsignal.
- Quelltext prüfen: Versteckte Texte, überladene Alt-Texte und Titel fallen erst im Quelltext oder bei einem Crawl auf.
So bauen Sie Keywords natürlich ein
- Thema statt Wort: Decken Sie die Fragen ab, die Menschen zu dem Thema haben. Synonyme und verwandte Begriffe ergeben sich dann von selbst.
- Wichtige Stellen nutzen: Das Hauptkeyword gehört in den Seitentitel, die Hauptüberschrift und den Einstieg, sofern es dort natürlich passt.
- Eine Seite, ein Thema: Statt eine Seite für viele Begriffe zu überladen, lieber für jedes Thema eine eigene, passende Seite anlegen. Das vermeidet auch Kannibalisierung.
- Für Menschen schreiben: Ein Text muss Käufer und Interessenten überzeugen. Suchmaschinen belohnen Inhalte, die genau das tun.
Welche Begriffe eine Seite abdecken sollte, zeigt eine Suchwortanalyse.
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