Klickwahrscheinlichkeit oder Klickanteiligkeit
Man spricht von Klickwahrscheinlichkeit oder -anteiligkeit vor allem in der organischen Suche (SEO) und in der bezahlten Suche (SEA). Es geht darum, wie viele User:innen prozentual auf die einzelnen Positionen klicken.
Hierbei muss man vor allem deswegen die Werte mit Vorsicht genießen, da sich der Suchmaschinen-Markt bzw. die Suchmaschinen selbst täglich neu sortieren und erfinden. Ein durchschnittlicher Klickanteil, der gestern für Position 1 bei Google ermittelt wurde, muss heute nicht mehr zutreffen. Wenn Google seine Suchergebnisseite (SERP) von gestern zu heute im Layout geändert hat, dann können sich da erhebliche Verschiebungen ergeben haben.
Die Suchintention und die Klickanteiligkeit
Auch ist der Klickanteil abhängig von der Sucher-Intention bzw. von der Sache, die eine Person gesucht hat. Nehmen wir an, die Suche lautet „italienisch Schuhe“. Dann kann die Suchintention folgende Hintergründe haben:
- Es wurden „Italienische Schuhe“ gesucht
- Es wurde das italienische Wort für „Schuhe“ (Scarpe) gesucht
Im zweiten Fall dürfte die Klickanteiligkeit auf den Positionen 1 bis 10 niedrig ausfallen: Die Suchergebnisse bedienen vermutlich vor allem die Kaufabsicht („Wo bekomme ich italienische Schuhe?“) und bestehen überwiegend aus Shopping-Ergebnissen. Die gesuchte Übersetzung findet die Person dort nicht, daher klickt sie eher auf gar kein Ergebnis oder formuliert ihre Suche neu. Zugegeben, ein exotischer Fall, der den durchschnittlichen Klickanteil auf Position 1 kaum verändert. Aber man muss sich dennoch vor Augen führen, dass solche Werte nicht immer durch dieselbe Brille betrachtet werden dürfen.
Die Klickwahrscheinlichkeit bewertet also, wie hoch der Anteil der Klicks auf Position n zu der Position x ist. Dies ist gut zu wissen (vor allem, wenn man sich hier immer auf dem aktuellen Stand hält: monatliche Aktualisierung der Daten ist sicher ausreichend).
Und schnell wird klar, dass im Bereich Suchmaschinenmarketing (vor allem in der Themenwolke der Conversions: Käufe, Downloads, Recruiting, Shopping …) die Rankings auf den Plätzen 11 und schlechter kaum oder keinen Traffic bringen werden.
Andere Faktoren, die die Klickanteiligkeit beeinflussen
Auch wird es wenig überraschen, dass die Klickwahrscheinlichkeiten geräteabhängig sind. Das sollte man im Blick haben.
Letztlich gibt es auch bemerkenswerte Abweichungen. So hat das sogenannte Featured Snippet, obwohl auf oberster Position, eine geringere Wahrscheinlichkeit, geklickt zu werden, als die erste organische Position (laut einer CTR-Studie von SISTRIX vom Juli 2020 auf Basis von über 80 Millionen Keywords: Position 1 = 28,5 % und Featured Snippet 23,3 %, also ein Unterschied von rund 5 Prozentpunkten).
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Klick-Rechner: erwartete Klicks berechnen
Wie viele Klicks bringt ein Keyword auf einer bestimmten Position? Der Rechner multipliziert das Suchvolumen mit der Klickrate. Wählen Sie einen Richtwert für die Position oder tragen Sie Ihre eigene Klickrate aus der Google Search Console ein.
Geben Sie ein Suchvolumen ein und wählen oder tragen Sie eine Klickrate ein.
Richtwerte für die Positionen 1, 2, 3 und 10: durchschnittliche organische Klickraten aus der CTR-Studie von SISTRIX vom Juli 2020. Die tatsächlichen Werte schwanken stark mit der Suchintention und dem Aufbau der Ergebnisseite. Am verlässlichsten ist Ihre eigene Klickrate aus der Google Search Console.
