XML-Sitemap 

XML-Sitemap: das Verzeichnis Ihrer Website für Suchmaschinen

Ein Mann mit Headset sitzt lächelnd am Schreibtisch, im Hintergrund arbeitet eine Frau.
Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 19.10.2026

Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die Suchmaschinen die Adressen einer Website auflistet, die gefunden und indexiert werden sollen. Sie hilft Google, neue und geänderte Seiten schneller zu entdecken, vor allem bei großen oder neuen Websites. Eine Garantie für die Aufnahme in den Index ist sie nicht. Hier lesen Sie, wie eine Sitemap aufgebaut ist und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Was ist eine XML-Sitemap?

Suchmaschinen finden Seiten vor allem, indem sie Links folgen. Eine Sitemap ergänzt diesen Weg: Sie nennt die Adressen direkt, oft zusammen mit dem Datum der letzten Änderung. Das Format ist im Sitemap-Protokoll festgelegt, das Google, Bing und andere Suchmaschinen unterstützen.

Die Sitemap ist ein Hinweis, keine Anweisung. Google entscheidet selbst, welche der genannten Seiten es abruft und in den Index aufnimmt. Wie dieser Schritt funktioniert, erklärt unser Eintrag zur Indexierung.

Von der XML-Sitemap zu unterscheiden ist die HTML-Sitemap: eine normale Seite mit Links für Besucher, wie ein Inhaltsverzeichnis.

Brauche ich eine XML-Sitemap?

Google nennt drei Fälle, in denen eine Sitemap besonders hilft:

  • Die Website ist groß, sodass leicht einzelne Seiten nicht verlinkt sind.
  • Die Website ist neu und hat kaum Links von anderen Websites.
  • Die Website hat viele Videos und Bilder oder erscheint in Google News.

Bei kleinen Websites mit etwa 500 Seiten oder weniger, die intern vollständig verlinkt sind, ist sie laut Google womöglich nicht nötig. Schaden kann sie aber nicht. Die meisten Content-Management-Systeme und SEO-Plugins erzeugen sie ohnehin automatisch.

Aufbau einer XML-Sitemap

Das Sitemap-Protokoll schreibt nur wenige Elemente vor:

  • urlset umschließt die ganze Liste.
  • url steht für einen Eintrag.
  • loc enthält die vollständige Adresse mit https und Domain.
  • lastmod ist freiwillig und nennt das Datum der letzten Änderung, zum Beispiel 2026-10-19.

Die Felder changefreq und priority sind im Protokoll ebenfalls vorgesehen, werden laut Google aber ignoriert. Das Datum in lastmod nutzt Google nur, wenn es durchgängig stimmt. Es sollte sich also nur ändern, wenn sich der Hauptinhalt, die strukturierten Daten oder die Links einer Seite ändern, nicht bei jeder Kleinigkeit wie dem Jahr im Copyright.

Eine Sitemap darf höchstens 50.000 Adressen enthalten und unkomprimiert nicht größer als 50 MB sein. Sie muss in UTF-8 kodiert sein. Größere Websites teilen die Adressen auf mehrere Sitemaps auf, etwa nach Seitentyp, und fassen sie in einer Sitemap-Indexdatei zusammen. Das erleichtert auch die Kontrolle, weil die Search Console jede Sitemap einzeln auswertet.

Welche URLs gehören in die Sitemap?

In die Sitemap gehören nur Seiten, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen. Das heißt:

  • Die Seite liefert den Statuscode 200.
  • Sie ist indexierbar, also nicht mit noindex ausgeschlossen.
  • Sie ist die bevorzugte Version, auf die auch das Canonical-Tag zeigt.
  • Sie ist nicht in der robots.txt für Suchmaschinen gesperrt.

Weitergeleitete Adressen, Fehlerseiten, Parameter-Varianten und interne Suchergebnisse gehören nicht hinein. Enthält die Sitemap solche Adressen, sendet sie widersprüchliche Signale: Sie sagt „bitte indexieren“, während die Seite selbst etwas anderes sagt. Eine Ausnahme ist die zeitlich begrenzte Zusatz-Sitemap mit den alten Adressen während eines Umzugs, mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Sitemap einreichen und kontrollieren

Google findet eine Sitemap auf drei Wegen:

  • über den Bericht „Sitemaps“ in der Google Search Console,
  • über die Programmierschnittstelle der Search Console,
  • über eine Zeile in der robots.txt, etwa Sitemap: https://www.example.de/sitemap.xml. Dieser Weg funktioniert auch für andere Suchmaschinen.

Google empfiehlt, die Sitemap im Stammverzeichnis der Domain abzulegen. Liegt sie in einem Unterordner und wird nicht über die Search Console eingereicht, gilt sie nur für die Seiten in diesem Ordner.

Im Sitemaps-Bericht sehen Sie, ob Google die Datei lesen konnte und wie viele Adressen gefunden wurden. Vergleichen Sie diese Zahl mit dem Bericht zur Seitenindexierung: Bleiben viele Seiten aus der Sitemap außen vor, lohnt sich die Ursachensuche. Bei einem Relaunch mit neuen Adressen reichen Sie vorübergehend zusätzlich eine Sitemap mit den alten, per 301-Weiterleitung umgeleiteten Adressen ein. So sehen Sie in der Search Console, wie die Indexierung auf die neuen Adressen wechselt. Nach dem Umzug entfernen Sie diese Sitemap wieder. Die Prüfung von Sitemap, robots.txt und Canonicals gehört zum technischen SEO.

Ihre Sitemap enthält Fehler oder Google indexiert nur einen Teil Ihrer Seiten? Dann kontaktieren Sie uns gerne oder lesen Sie mehr über unser technisches SEO!

 Häufige Fragen 

XML-Sitemap: die wichtigsten Fragen

Wie viele URLs darf eine XML-Sitemap enthalten?

Höchstens 50.000 Adressen bei einer Dateigröße von höchstens 50 MB unkomprimiert. Größere Websites verteilen die Adressen auf mehrere Sitemaps und fassen diese in einer Sitemap-Indexdatei zusammen.

Garantiert eine Sitemap, dass meine Seiten indexiert werden?

Nein. Die Sitemap hilft Google, Seiten zu finden. Ob eine Seite gecrawlt und indexiert wird, entscheidet Google selbst, unter anderem nach Qualität und technischer Zugänglichkeit.

Wie reiche ich eine Sitemap bei Google ein?

Am einfachsten im Bericht „Sitemaps“ der Google Search Console. Zusätzlich können Sie die Adresse der Sitemap in die robots.txt schreiben, dann finden auch andere Suchmaschinen sie.

Brauchen priority und changefreq noch Pflege?

Für Google nicht, Google ignoriert beide Werte. Wichtiger ist ein korrektes lastmod-Datum, das sich nur bei wesentlichen Änderungen der Seite ändert.

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