Piwik heißt heute Matomo
Die Open-Source-Software Piwik wurde nach zehn Jahren in Matomo umbenannt. Laut der Ankündigung vom 9. Januar 2018 lief sie damals auf über einer Million Websites. Als einen Grund nennt das Matomo-Team, dass der Name nicht mehr mit anderen Unternehmen geteilt werden sollte. Software, Funktionen und Lizenz blieben gleich, Matomo ist weiterhin kostenlos.
Matomo können Sie auf dem eigenen Server betreiben. Dann bleiben alle Daten bei Ihnen. Alternativ gibt es eine gehostete Variante. Wenn eine Anleitung oder ein Plugin noch „Piwik“ heißt, ist in der Regel Matomo gemeint.
Was ist Piwik PRO?
Piwik PRO ist eine Analytics-Suite eines eigenen Unternehmens. Sie besteht laut Piwik PRO aus vier Modulen:
- Analytics: Besuche, Ereignisse, E-Commerce und Customer Journey auswerten, laut Anbieter ohne Stichproben
- Tag Manager: Tracking-Codes und Drittanbieter-Tags ausspielen, ohne jedes Mal den Quellcode zu ändern
- Data Activation: Besucherprofile bilden und für Personalisierung oder Werbung nutzen
- Consent Manager: Einwilligungen einholen und an Analytics und Tag Manager weitergeben, auf Basis der Consent-Management-Plattform von Cookie Information
Lehnen Besucher:innen Cookies ab, kann Piwik PRO nach eigener Angabe anonym weiter messen. Ob das für Ihre Website ohne Einwilligung zulässig ist, klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung. Wir setzen Piwik PRO auf rheinwunder.com selbst ein und steuern es über den Google Tag Manager mit Einwilligung.
Preise und Pakete von Piwik PRO
Laut Preisseite (Stand November 2026) gibt es zwei Stufen:
- Business: ab 36 € im Monat, bis zu 2 Millionen Aktionen im Monat auf bis zu 20 Domains, 25 Monate Datenaufbewahrung, Hosting in Schweden. Sie können 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
- Enterprise: ab 366 € im Monat bei jährlicher Abrechnung, für große Datenmengen, mit weiteren Hosting-Optionen in der EU, den USA oder in einer eigenen Cloud und mit technischer Betreuung.
Als Aktion zählt jede gemessene Handlung, etwa ein Seitenaufruf, ein Download oder ein Klick auf einen externen Link. Eine Website mit 50.000 Seitenaufrufen und 10.000 weiteren Ereignissen im Monat verbraucht also rund 60.000 Aktionen.
Piwik PRO, Matomo und Google Analytics 4 im Vergleich
| Piwik PRO | Matomo | Google Analytics 4 | |
|---|---|---|---|
| Herkunft | kommerzielles Produkt | Open Source, früher Piwik | |
| Kosten | ab 36 € im Monat | auf eigenem Server kostenlos | Standardversion kostenlos |
| Datenhaltung | Cloud in Schweden, Enterprise auch weitere Optionen | eigener Server oder Matomo-Cloud | Server von Google |
| Tag Manager | enthalten | enthalten | separat (Google Tag Manager) |
| Consent-Management | enthalten | eigene Lösung nötig | eigene Lösung nötig |
Die drei Werkzeuge messen ähnliche Kennzahlen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wo die Daten liegen, was sie kosten und wie viel Sie selbst einrichten müssen. Mehr zu den einzelnen Werkzeugen lesen Sie unter Analytics und Google Analytics 4.
Für wen eignet sich Piwik PRO?
Piwik PRO richtet sich an Unternehmen, die Analytics, Tag Manager und Consent-Management von einem Anbieter möchten und die Daten in der EU halten wollen, etwa im Gesundheitswesen, in der öffentlichen Verwaltung oder im Finanzbereich. Wer kostenlos messen und selbst hosten möchte, ist mit Matomo besser bedient. Wer viel mit Google Ads arbeitet, nutzt die enge Verbindung von GA4 mit den Werbekonten.
Unabhängig vom Werkzeug brauchen Sie ein Tracking-Konzept: Welche Ereignisse zählen als Erfolg, welche Daten dürfen Sie mit Einwilligung erheben, und wer wertet sie aus? Erst danach lohnt die Toolauswahl. Wie sich Tracking serverseitig umsetzen lässt, erklärt der Artikel Client-Side vs. Server-Side Tracking.
