Was ist eine Breadcrumb?
Die Breadcrumb steht meist über der Hauptüberschrift einer Seite. Jeder Eintrag ist ein Link auf eine übergeordnete Seite, der letzte Eintrag nennt die aktuelle Seite. Der Name geht auf die Brotkrumen im Märchen von Hänsel und Gretel zurück, mit denen die Kinder den Weg zurück markieren.
Üblich sind zwei Arten:
- Hierarchiebasiert: Die Breadcrumb bildet die Struktur der Website ab, zum Beispiel Wissen › Breadcrumb. Das ist die verbreitete Form.
- Attributbasiert: In Onlineshops zeigt die Breadcrumb Eigenschaften, nach denen gefiltert wurde, etwa Damen › Schuhe › Größe 39.
Eine dritte Form, die den Verlauf der zuletzt besuchten Seiten zeigt, ist selten. Diese Aufgabe übernimmt die Zurück-Schaltfläche des Browsers.
Wozu Breadcrumbs dienen
Viele Besucher kommen über die Suche direkt auf eine Unterseite, etwa auf ein Produkt oder einen Ratgeber. Die Breadcrumb zeigt ihnen sofort, in welchem Bereich sie gelandet sind, und führt mit einem Klick zur Kategorie oder Übersicht. Das ist vor allem bei tiefen Strukturen nützlich: in Shops mit vielen Kategorien, in Wissensbereichen und auf großen Unternehmenswebsites. Eine flache Website mit wenigen Seiten braucht sie nicht unbedingt.
Für die Suchmaschinenoptimierung zählt vor allem die interne Verlinkung: Jede Unterseite verlinkt mit einem beschreibenden Text auf die Seiten darüber. Laut Google zeigt eine Breadcrumb die Position einer Seite in der Hierarchie der Website. Eine eigene Ranking-Wirkung der Breadcrumb nennt Google nicht.
Breadcrumbs in der Google-Suche
Mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList kann Google die Breadcrumb im Suchergebnis anstelle der reinen Adresse anzeigen. Laut Google-Dokumentation ist das auf dem Desktop in allen Ländern und Sprachen möglich.
Auf dem Smartphone hat Google die Anzeige im Januar 2025 vereinfacht: Dort erscheint im Suchergebnis nur noch die Domain, weil lange Breadcrumbs auf kleinen Bildschirmen abgeschnitten wurden. Laut Google müssen Websites deshalb nichts ändern. Das Markup wird weiter unterstützt, und die Search Console zeigt weiterhin einen Bericht dazu.
Breadcrumbs richtig auszeichnen
Google unterstützt die Formate JSON-LD, RDFa und Microdata. Die wichtigsten Vorgaben:
- Eine BreadcrumbList enthält mindestens zwei Einträge vom Typ ListItem.
- Jeder Eintrag hat eine Position (1 für den Anfang), einen Namen und die Adresse der Seite. Beim letzten Eintrag ist die Adresse nicht nötig, dann nimmt Google die Adresse der aktuellen Seite.
- Eine Seite darf mehrere Pfade haben, etwa wenn ein Produkt in zwei Kategorien steht. Jeder Pfad ist dann eine eigene BreadcrumbList.
Google empfiehlt, den Weg abzubilden, den Besucher typischerweise zu einer Seite nehmen, statt die URL-Struktur nachzubauen. Bei WordPress erzeugen SEO-Plugins wie Rank Math oder Yoast SEO sichtbare Breadcrumb und strukturierte Daten zusammen. Ob das Markup gültig ist, zeigt der Test für Rich-Suchergebnisse von Google.
Typische Fehler
- Markup und Anzeige weichen ab: Die strukturierten Daten nennen andere Seiten oder Namen als die sichtbare Breadcrumb.
- Doppeltes Markup: Theme und SEO-Plugin erzeugen je eine eigene BreadcrumbList.
- Einträge ohne Ziel: Eine Zwischenstufe hat keine eigene Seite, verweist auf eine Weiterleitung oder liefert einen Fehler.
- Alte Namen: Viele Systeme übernehmen den Namen aus dem Seitentitel im CMS. Wer nur die sichtbare Überschrift ändert, sieht in der Breadcrumb und im Markup weiter den alten Namen. Das ist uns bei Überarbeitungen selbst begegnet.
- Zu lange Pfade: Fünf oder sechs Stufen deuten eher auf eine zu tiefe Struktur hin als auf eine gute Breadcrumb.
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