Cost-per-Mille (CPM) bzw. Tausender-Kontakt-Preis (TKP) 

TKP (Tausender-Kontakt-Preis) einfach erklärt

Drei Personen diskutieren vor einem Computerbildschirm mit Diagrammen in einem Büro.
Von Ralph Grundmann · Zuletzt aktualisiert am 14.03.2026

Der Tausender-Kontakt-Preis, kurz TKP, ist eine Kennzahl aus dem Marketing und der Mediaplanung. Er zeigt, welche Kosten entstehen, um 1.000 Sichtkontakte mit einer Werbemaßnahme zu erzielen. Der TKP wird vor allem genutzt, um die Reichweitenkosten verschiedener Werbekanäle miteinander zu vergleichen.

Im Online Marketing hilft der TKP dabei, Kampagnen auf Display-, Video-, Social- oder klassischen Werbeplätzen wirtschaftlich einzuordnen. Die Kennzahl beantwortet allerdings nur die Frage, wie teuer Reichweite ist – nicht, wie gut diese Reichweite tatsächlich konvertiert.

Berechnung des TKP

Als Grundlage für die Berechnung des TKP werden Anzeigenpreis und Gesamtzahl der Ansichten (bzw. Kontakte) genommen. Jede und jeder potenzielle Kund:in wird dabei als Kontakt definiert. Der TKP lässt sich dementsprechend wie folgt berechnen:

Preis der Maßnahme / Bruttoreichweite x 1000 Kontakte = TKP

Einfach gesagt: Sie teilen die gesamten Werbekosten durch die erzielte Reichweite und rechnen das Ergebnis auf 1.000 Kontakte hoch.

Beispiel zur TKP-Berechnung

Eine Kampagne kostet 500 Euro und erzielt 50.000 Kontakte.

TKP = (50.000/500) ​× 1000 = 10

Der TKP beträgt in diesem Beispiel 10 Euro. Das bedeutet: Für jeweils 1.000 Sichtkontakte fallen 10 Euro Werbekosten an.

Ein niedriger TKP ist grundsätzlich attraktiv, weil Reichweite günstiger eingekauft wird. Gleichzeitig ist ein niedriger TKP nicht automatisch ein gutes Gesamtergebnis, wenn die Kontakte kaum relevant sind oder keine Reaktionen auslösen.

TKP Rechner

Lassen Sie sich hier den Tausender-Kontakt-Preis (TKP) ganz einfach berechnen. Geben Sie dafür bei „Preis der Maßnahme“ die Gesamtkosten der Aktion und bei „Bruttoreichweite“ die Gesamtanzahl der Kontakte an. Der TKP wird daraus automatisch ermittelt.

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Wie gut ist ein TKP?

Ob ein TKP gut oder schlecht ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Bewertung hängt unter anderem davon ab,

  • über welchen Kanal die Werbung ausgespielt wird,
  • wie präzise die Zielgruppe angesprochen wird,
  • welche Platzierung gebucht wurde,
  • wie hochwertig das Umfeld ist,
  • und welches Kampagnenziel verfolgt wird.

Ein höherer TKP kann durchaus sinnvoll sein, wenn die Zielgruppe sehr exakt erreicht wird oder die Werbeeinblendung in einem besonders relevanten Umfeld stattfindet. Umgekehrt ist ein sehr günstiger TKP nicht automatisch effizient, wenn die Kontakte wenig Aufmerksamkeit oder kaum Wirkung erzeugen.

Vorteile und Nachteile des TKP

Vorteile des TKP

Der TKP ist besonders nützlich, wenn Sie Werbekosten kanalübergreifend vergleichen möchten. Er schafft Transparenz darüber, wie teuer Reichweite in verschiedenen Medien oder Platzierungen ist. Für die Mediaplanung ist das hilfreich, weil Budgets schneller eingeordnet und verteilt werden können.

Ein weiterer Vorteil: Der TKP ist leicht verständlich und einfach zu berechnen. Gerade in frühen Planungsphasen liefert die Kennzahl eine gute erste Orientierung für Kosten und Reichweite.

Nachteile des TKP

Der größte Nachteil des TKP besteht darin, dass er keine Aussage über die Qualität der Kontakte macht. Die Kennzahl berücksichtigt weder Klicks noch Leads, Käufe oder andere Conversions. Deshalb eignet sich der TKP nur eingeschränkt, wenn Kampagnen stark performance-orientiert bewertet werden sollen.

Zudem kann derselbe TKP in unterschiedlichen Kontexten völlig verschieden zu bewerten sein. 1.000 Kontakte in einer sehr relevanten B2B-Zielgruppe sind anders zu betrachten als 1.000 eher unspezifische Sichtkontakte in einer breiten Reichweitenkampagne.

TKP vs. CPC vs. CPA

Unterschied zwischen TKP, CPC und CPA

  • Der TKP misst die Kosten pro 1.000 Kontakte. Er ist vor allem dann relevant, wenn Reichweite und Sichtbarkeit im Mittelpunkt stehen.
  • Der CPC (Cost per Click) misst, wie viel ein Klick auf eine Anzeige kostet. Diese Kennzahl ist stärker auf Interaktion ausgerichtet.
  • Der CPA (Cost per Acquisition/Action) zeigt, welche Kosten für eine gewünschte Aktion entstehen, etwa einen Lead oder einen Kauf. Damit ist der CPA näher an der tatsächlichen Conversion-Leistung.

Für Branding-Kampagnen ist der TKP oft eine passende Kennzahl. Für performance-orientierte Kampagnen sollten zusätzlich CPC, CPA, Conversion Rate oder ROAS betrachtet werden.

Wann eignet sich der TKP?

Der TKP eignet sich vor allem für Kampagnen, bei denen Markenbekanntheit, Sichtbarkeit und Reichweite im Vordergrund stehen. Das ist zum Beispiel bei Display-Kampagnen, Video Ads, Awareness-Kampagnen oder reichweitenstarken Platzierungen relevant.

Weniger aussagekräftig ist der TKP, wenn das primäre Ziel in Leads, Verkäufen oder anderen konkreten Aktionen liegt. In solchen Fällen sollte der TKP eher als ergänzende Kennzahl verstanden werden.

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