Third-Party-Cookies
Wie Drittanbieter-Cookies funktionieren und warum sie umstritten sind
Als Cookies bezeichnet man kleine Datensätze, die von Websites auf dem Gerät der Nutzer:innen gespeichert werden, um Informationen zu sichern – etwa Login-Status, Einstellungen oder Nutzerverhalten. Third-Party-Cookies (Drittanbieter-Cookies) stammen jedoch nicht von der eigentlich besuchten Website selbst, sondern von Dritten – häufig Werbedienstleistern. Sie ermöglichen es, Nutzer:innen über verschiedene Websites hinweg wiederzuerkennen und detaillierte Profile ihres Surfverhaltens zu erstellen. Genau darin liegt der Grund, warum Third-Party-Cookies seit Jahren in der Kritik stehen.
Aus Datenschutzsicht sind Drittanbieter-Cookies problematisch, da viele Internetnutzer:innen nicht wissen, dass sie über Websites hinweg verfolgt werden. Ohne ausdrückliche Zustimmung werden Präferenzen und Bewegungsmuster aufgezeichnet, was ein Eingriff in die Privatsphäre ist. Verbraucherschutzorganisationen fordern daher schon lange, dass Browser diese Art des Trackings nicht unterstützen sollen. Hinzu kommen Sicherheitsrisiken: Third-Party-Cookies können potenzielle Schwachstellen darstellen, durch die Unbefugte an persönliche Informationen gelangen. Auch mangelt es oft an Transparenz, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden. Nicht zuletzt haben strengere Regulierungen wie die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Unternehmen dazu gezwungen, ihre Verwendung von Cookies zu überdenken. In vielen Jurisdiktionen – etwa der EU – dürfen Drittanbieter-Cookies nur mit Einwilligung der Nutzer:innen gesetzt werden.