Am meisten beeindruckte Olga aber der Vortrag von Historiker und Beststeller-Autor Yuval Noah Harari, der mit seinem Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ im Jahr 2011 quasi über Nacht berühmt wurde. Diesmal beschäftigte Harari sich weniger mit der Entwicklung des Homo sapiens, sondern vielmehr mit den Möglichkeiten und Konsequenzen künstlicher Intelligenz. Beeindruckend nüchtern und klar zeigte der Israeli die vielversprechenden Potenziale künstlicher Intelligenz auf, z.B. in der medizinischen Diagnostik und Partnersuche. Auf der anderen Seite verschloss Harari aber auch nicht die Augen vor den Gefahren von KI. Diese sah er insbesondere in der einfachen Manipulierbarkeit jedes Individuums via Big Data. Harari erklärte, dass diese Entwicklung bereits in vollem Gange sei und betonte in diesem Zusammenhang insbesondere die Vorreiterrolle Chinas.
Der enorme Einfluss Chinas im Bereich künstlicher Intelligenz kam auch im Vortrag von Zhou, Vice President des chinesischen Online-Händlers JD.com zum Ausdruck. Das Geheimnis der Plattform: Dank des Einsatzes von KI sind für das Betreiben des Shops kaum Mitarbeiter nötig – fast alles läuft vollautomatisch. Doch zuvor wurden die Zuschauer der OMR Conference mit einem ganz besonderen Gast in der Pause überrascht. Denn als auf einmal der Raum dunkel wurde, trat niemand geringeres als Elektro-Legende Scooter auf die Bühne! Mit ihren Tracks begeisterte die Band rund um Frontmann H.P. Baxxter eingefleischte Scooter-Fans genauso wie Elektro-Neulinge.