Analytics

Webanalyse – was ist das und warum?

Im Wesentlichen spricht man bei Webanalyse auch von Webtrackern, Analytics oder Analytics Tools.

Diese Tools sind durch Verknüpfung mit einer Webseite (Domain z.B.: meinshop.com) in der Lage darzustellen, ob beispielsweise User aus der organischen Suche, der bezahlten Suche, dem Retargeting oder aus Affiliate Marketing-Maßnahmen kommen. Auch kann man erfassen, ob die Userin oder der User eine Conversion erzeugt hat.

Was kann ein Webtracker erfassen?

Es ist unmöglich alle Eckwerte hier aufzulisten. Aber ein paar wesentliche sollen hier genannt sein. Wichtig ist, dass weiter unten Webanalyse-Tools vorgestellt werden, die alle ausnahmslos dem deutschen und damit auch europäischen Datenschutz (der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)) entsprechen. Sie können also nicht sehen, ob Luise Müller, 52 Jahre alt, geschieden und begrenzt zahlungsfähig bei Ihnen gekauft oder sich zum Newsletter angemeldet hat (Nebenbei: Wir kennen keine Luise Müller – die ist erfunden).

Was ist mit Webtrackern im Wesentlichen darstellbar?

  • Standort der Herkunft (Land, Stadt, Kontinent)
  • Device-Zugriff (also ob Ihre Webseite mit Smartphone, Tablet oder Desktop-PCs/Notebooks aufgerufen worden ist)
  • Zugriff über Online Marketing Kanal (SEO, SEA, Display, Newsletter, Affiliate, Facebook Advertising)
  • Conversion Rates (die man auch pro Kanal oder pro Herkunftsland filtern kann)
  • Ladegeschwindigkeiten der einzelnen URLs (Webseiten)
  • Absprungrate
  • Ausstiegsquote
  • Time on Site (also wie viel Zeit die/der User/in auf Ihren Seiten verbracht hat)
  • Und noch viel mehr …

Warum sollte ich Webanalyse betreiben?

Nun ja, wenn jemand aus purem Spaß an der Freud‘ einen Blog über Krawattennadeln führt und dies ausschließlich zu seinem eigenen Vergnügen tun, dann ist der Einsatz eines Analyse-Tools sicherlich nicht ausschlaggebend.

Wenn aber nun das Blog so erfolgreich betreiben wird, dass beispielsweise ein großer Online-Händler anfragt, ob nicht Werbung für sein Krawatten-Sortiment Werbung platziert werden könnte. Spätestens dann wird der Blog-Betreiber eine zuverlässige Webanalyse einsetzen zu müssen. Denn sehr wahrscheinlich wird der Händler wissen wollen, wie viele Besucher das Blog hat, damit er weiß was er an Traffic auf seinen Shop erwarten kann. Außerdem wird der Blog-Inhaber auch überprüfen wollen (müssen?), ob der Händler korrekt Traffic und vor allem die zu vergütenden Sales/Verkäufe zählt. Wenn er dies beispielsweise nach Klicks auf ein Werbemittel (Banner o.Ä.) tut, dann sollte das überprüfbar sein.

Angenommen die Partnerschaft (in diesem Fall wäre das eine Affiliate-Partnerschaft) entwickelt sich sehr erfolgreich und mit dieser Kooperation ist aus dem Stand heraus viel Geld zu verdienen, dann wird man sich fragen, wie der Umsatz weiter wachsen könnte. Das nächste Ziel könnte durchaus sein, mehr Traffic auf das Blog zu erhalten. Dies wäre durch unbezahlte und bezahlte Suchmaschinenoptimierung umsetzbar. Das funktioniert aber nur, wenn Kontrollinstrumente zur Hand sind. Und so wird aus dem Hobby ein Business und Webanalyse unerlässlich!

Wenn Ihr Business eines mit Kovertierungszielen ist, dann werden Sie ebenfalls um den Einsatz eines Tracking-Tools nicht herum kommen.

Übersicht der wichtigsten Webtrecking-Tools?

Es ist unmöglich alle zu kennen, deswegen hier eine Auswahl von unseren Kolleginnen und Kollegen (alphabetisch sortiert).

Econda, die E-Commerce-Business-Lösung

Das Analyse-Tool aus Karlsruhe ist in erster Linie für mittlere bis größere Online-Shops gedacht. Man sollte schon im größeren Stil E-Commerce betreiben, sonst ist es eher mit „Kanonen auf Spatzen geschossen“.

Das Tool ist vielseitig und durch eigene Lösungen auch jederzeit erweiterbar. Für uns war z.B. die Heatmap-Funktion sehr smart. Damit sind sehr gut auch Usability-Potenziale zu entdecken. Wenn man berücksichtigt, dass es ein kostenpflichtiges Tool ist, dann kann man es sich wie ein Baukasten zusammenbauen.

Unsere Erfahrung ist, dass die Implementierung und erstmalige Konfiguration recht aufwendig und nerdig ist. Doch es lohnt sich durchaus, vor allem wenn man professionell seinen Online-Shop optimieren und seine Kunden „kennenlernen“ will.

Ganz besonders spannend ist, dass man seine Offline-Kampagnen auswerten kann und dass man seine eigenen CRM- bzw. Produkt-Daten mit dem Tool verknüpfen kann.

Das Unternehmen bietet neben der Software auch Schulungen, Beratung und Workshops an. Für Preise und Konditionen sollten Sie sich an den Vertrieb von Econda wenden.

Für kleinere Online-Auftritte verweisen wir aber auf die folgenden Tools (v.a. weil dort auch der Kostenfaktor schlicht überschaubarer ist).

Etracker, für kleinere Shops und Webprojekte

Etracker kommt aus Deutschland und hostet seine Daten ebenfalls dort – was für datenschutzsensiblere Menschen möglicherweise eine größere Beruhigung darstellt. Auch dieses Tool ist in erster Line auf den Betrieb von Online-Shops optimiert. Darüber hinaus ist eine Anbindung an gängige Content Management Systeme (WordPress, Drupal etc.) bzw. Shop-Systeme wie z.B. Oxid, Magento und Shopware möglich.

Zusätzlich bietet das Tool eine Verknüpfung zu Google Ads, was für Shops, die SEA betreiben eine große Erleichterung darstellt.

UX-Analysen werden ebenso angeboten.

Was aber sicher ein besonderes Merkmal ist, ist die sogenannte „Cookie Less“-Lösung, die einen OptIn für Tracking & Cookies trotz DSGVO nicht zwingend macht. Ihre User werden es Ihnen danken.

Die Betriebskosten sind sehr überschaubar, wobei eine persönliche Beratung von uns dennoch empfohlen wird.

Google Analytics, der Klassiker

Mit einem riesigen Marktanteil und der nahtlosen Verknüpfung zu allen anderen Google-Produkten (Google Search Console, Google Datastudio, Google Ads) ist Google Analytics sicher der Platzhirsch. Das Tool ist in seiner sehr umfangreichen Basisversion (Upgrade nur für das sehr große Internet-Business empfohlen) für Blogbetreiber und Kleinstunternehmen ebenso eine ideale Lösung wie für Mittelständler und größere Shops.

Da der europäische Markt für Google enorm wichtig ist, reagiert der Anbieter immer zeitnah auf die Änderungen von Datenschutzbestimmungen. Von daher sind hier keine Bedenken angebracht. Dennoch sollte man wissen, dass das Datenhosting nicht in Deutschland verortet ist.

Was den Betrieb von Google Analytics spannend macht, ist die Implementierung durch den Google Tag Manager. Damit lassen sich erheblich präzisere Nutzungsdaten auch im Hinblick auf A/B-Testing erheben. Für den Google Chrome gibt es einige interessante Analytics-Apps, die die Webseitenanalyse spürbar vereinfachen können.

Die Einbindung und Administration dieses Webtrackers ist sehr einfach und lässt sich mit wenig Nachlesen und „Fummeln“ umsetzen.

Wir empfehlen die Schulungen der Google Academy, um den vollen Funktionsumfang zu verstehen. Hier gibt es auch sehr spannende übergreifende Datenanalyse-Ansätze.

Matomo (Piwik), für Datensicherheit

Matomo (ehemals Piwik) ist eine ernsthafte Alternative zu Google Analytics und hat einen einzigartigen Marktvorteil: Datensicherheit durch Tool- & Datenhosting auf dem eigenen Webserver. Damit werden die Daten auch vor externen Zugriffen geschützt.

Die Open Source-Software wird kontinuierlich weiterentwickelt und verfügt mittlerweile auch schon über Schnittstellen zu Google Ads und Google Search Console. Wer also eine wirklich sichere und erfolgreiche kostenlose Webtrecking-Alternative sucht, der ist hier richtig.

Die früher berechtigen Vorbehalte der mangelnden Nutzerfreundlichkeit durch ein sehr nerdiges Web-Interface entbehren mittlerweile jeder Basis.

Die Dokumentation ist ausschließlich in Englisch, was sicher heutzutage keine Einschränkung mehr darstellt. Seine Nutzeroberfläche kann man aber in Deutsch und 50 andere Sprachen umstellen.

Darüber hinaus verfügt Matomo auch seit 2018 über eine eigene Tag Manager-Lösung.

Die Installation auf dem eigenen Server setzt einige technische Kenntnisse voraus, belohnt einen aber – wie gesagt – mit absoluter Sicherheit. Alternativ gibt es auch eine kostenpflichtige Cloudlösung (Datenhosting in Frankfurt (Stand Dez. 2020)), die man auch als Free Version testen kann (https://matomo.org/pricing/).


  • Sie wollen Ihre Webanalyse professionalisieren und brauchen Unterstützung, dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen uns an: +49 228 243 313 53
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